Verwendung von Cookies
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Close

Auf verschiedenen Seiten verwenden wir Cookies, um den Besuch unserer Webseite attraktiv zu gestalten und die Nutzung bestimmter Funktionen zu ermöglichen. Hierbei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden. Die meisten der von uns verwendeten Cookies werden nach Ende der Browsersitzung wieder von Ihrer Festplatte gelöscht (sogenannte Sitzungs-Cookies). Andere Cookies verbleiben auf Ihrem Rechner und ermöglichen uns, Ihren Rechner bei Ihrem nächsten Besuch wieder zu erkennen (sogenannte dauerhafte Cookies). Unseren Partnerunternehmen ist es nicht gestattet, über unsere Webseite personenbezogene Daten mittels Cookies zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen.
X

Pipelinebau in Polen mit GRUNDORAM Taurus

08.04.19 - Die polnische Gruppe GAZ-SYSTEM S.A. ist ein strategisches Unternehmen für die polnische Wirtschaft, die für das Erdgasübertragungsnetz verantwortlich ist und die wichtigsten Gaspipelines in Polen betreibt. Im Rahmen des Investitionsprogramms 2015-2025 plant GAZ-SYSTEM S.A. den Bau von über 2.000 km neuen Gasleitungen im westlichen, südlichen und östlichen Teil Polens. Die Weiterentwicklung des nationalen Fernleitungsnetzes, einschließlich des Baus neuer Gaspipelines innerhalb des Nord-Süd-Gaskorridors sowie der Bau von Verbindungsleitungen mit Nachbarländern, wird die Energiesicherheit Polens stärken und einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des europäischen Fernleitungsnetzes leisten.

Sechs Megaprojekte

Auf der am 14. Oktober 2013 von der Europäischen Kommission veröffentlichten Liste der Projekte von gemeinschaftlichem Interesse (PCI „Project of Common Interest") sind sechs Infrastrukturinvestitionen der GAZ-SYSTEM S.A. von besonderer Bedeutung für die Erhöhung der Sicherheit und den Diversifizierungsgrad der Erdgasversorgung in Europa und für die Entwicklung eines integrierten und wettbewerbsfähigen Marktes.

In begründeten Fällen wird dieser Status den ausgewählten Projekten ermöglichen, eine „Kofinanzierung von der Fazilität ‚Connecting Europe der EU’“ (EU-Mittel aus der „Connecting Europe Facility“ (CEF) zu erhalten, die für die Haushaltsperspektive 2014-2020 der EU gelten; sie unterliegen vereinfachten Verfahren für die Planung und Erteilung von Umweltgenehmigungen. Infrastrukturprojekte von GAZ-SYSTEM S.A. mit PCI-Status gehören zu zwei regionalen Gasinitiativen:

1. Gasverbindungsleitungen Nord-Süd in Mittel- und Osteuropa und Südosteuropa „Westliche Linie des Nord-Süd-Korridors“ in Polen mit der Fusion Verbundnetz Polen-Tschechische Republik „Östliche Linie des Nord-Süd-Korridors“ in Polen mit der Verbindung zwischen Polen und der Slowakei
 
2. Plan der Zusammenschaltungsaktivitäten auf dem baltischen Energiemarkt der Ostsee (BEMIP) Verbindungsleitung Polen-Litauen das Baltic Pipe-Project Ausbau des LNG-Terminals in Swinemünde Ausbau der Einspeisepunkte der Gaspipeline Yamal in Lwówek und Wloclawek
 

Sportliche Anforderungen

Der Bau der Gaspipeline Strachocina – Pogórska Wola ist ein wichtiger Schritt für die Realisierung des Nord-Süd-Gaskorridors in Polen, der einen bi-direktionalen Gastransport auf der Nord-Süd-Achse ermöglichen wird. Dieser Abschnitt im Süden Polens hat eine Länge von 97 km und gehört zu den großen Gasverbindungsleitungen der „Westlichen Linie des Nord-Süd-Korridors“; seine Fertigstellung plant die GAZ-SYSTEM S.A. für 2020.
 
In der Nähe der kleinen Ortschaft Sowina, rund 30 km nordwestlich der Kreisstadt Krosno, musste diese Erdgasleitung aus Stahlrohren DA 1.016 mm mit 22,2 mm Wanddicke eine breite Straße und deren Entwässerungsgraben queren. Die äußeren Bedingungen dafür sahen zunächst nicht gut aus: Für die Anfahrt zur Baustelle gab es keine Zufahrt, das Gelände war sehr hügelig, der Untergrund bestand aus extrem hartem, kompaktem trockenem Lehm (betonartig) mit großen Steinen sowie felsigen Partien, und die Breite der Straße betrug mitsamt Bankette und Entwässerungsgraben satte 16 m.
 

Präzise, schnell und zuverlässig

Schnell stand fest: die Querung ist ein Fall für den unterirdischen Stahlrohrvortrieb mit einer starken Horizontalramme. Die PHU „MOLDRÓG” Ryszard Przydatek aus Zlotoryja war zur Lösung dieser Aufgabe genau das richtige Unternehmen. Es ist auf die grabenlose Verlegung vor allem von großen Rohren unter Straßen, Gleisen, Flüssen und anderen „Hindernissen“ seit vielen Jahren spezialisiert, gehört zu den Pionieren der grabenlosen Technologien auf dem polnischen Markt und kennt sich in den verschiedenen Technologien sehr gut aus. Für die Unterquerung der Straße wählte das „MOLDRÓG”-Team zielsicher den Einsatz einer GRUNDORAM-Stahlrohrramme, Typ Taurus, die zweitstärkste Ramme. Mit dieser Rohrramme, die eine Schlagenergie von bis zu 18.600 Nm entwickelt, lassen sich Stahlrohre als Schutz- und/oder Medienrohre von bis zu 2.500 mm Durchmesser ohne Presswiderlager bis zu einer Länge von 80 m in den Bodenklassen 1-5 einrammen. Und das war genau die richtige Wahl: Zum einen für die äußerst knapp bemessene Zeit, die für diese Baumaßnahme zur Verfügung stand und zum anderen für die hier geforderte hohe Maß- und Zielgenauigkeit. Die Zielgenauigkeit wird bei der Rammung erreicht, weil der dynamische Schlag unterschiedliche Böden im Rohrdurchmesser durchschlägt und Hindernisse nicht im Ganzen verdrängen und vor sich herschieben muss. Das Erdreich, das während des Vortriebs im offenen Stahlrohr aufgenommen wird, wird üblicherweise mit Wasser und/oder Druckluft in die Zielbaugrube entleert.
 

Professionelle Ausführung

Das Ausheben von Start- und Zielgrube war unter Berücksichtigung der Einzel-Rohrlänge von 12 m und den Abmessungen der GRUNDORAM, Typ Taurus mit einer jeweiligen Länge von 17 m und einer Breite von ca. 2,5 m schnell erledigt. Dann konnte es losgehen: Über einen Aufsteckkegel wurde die Ramme mit dem vorzutreibenden Stahlrohr DA 1016 mm schubfest verbunden und für die Zielgenauigkeit mit Hilfe einer Startlafette axial hinter dem Rohr ausgerichtet. Nacheinander wurden dann die Stahlrohre auf einer Strecke von rund 33 m mit der GRUNDORAM in einer Tiefe von ca. 5 m in den extrem kompakten Lehmboden mit den eingelagerten felsigen Partien vorgetrieben. Um eine Beschädigung der Rohrisolierung zu vermeiden, wurde vorab ein von „MOLDRÓG” speziell gefertigter Schneidschuh angesetzt. Für eine optimale Einleitung der Schlagenergie sorgten mehrteilige Schlagsegmente, für den teilweisen Austritt des Erdreichs im Rohr bereits während des Vortriebs ein Entleerungsadapter. Die Vortriebsgeschwindigkeit betrug 1,5 m/h, das heißt, bei einer Strecke von 33 m dauerte die Netto-Vortriebszeit 22 Stunden.
 

Mehr davon

Mit diesem Stahlrohrvortrieb in der Nähe des Ortes Sowina ist ein weiteres Stück der Gaspipeline Strachocina – Pogórska Wola mit einer Straßenunterquerung gebaut; insgesamt 20 Unterquerungen verschiedenster Art stehen und/oder standen im Rahmen dieses Projektes auf der Agenda. Damit ist wieder ein kleines Stück von Polens Energiesicherheit gestärkt und ein weiterer Beitrag zum Ausbau des europäischen Fernleitungsnetzes geleistet. Auf diese europäische Aufgabe können alle Beteiligten stolz sein: Bauherr und Betreiber GAZ-SYSTEM S.A., Bauunternehmen „MOLDRÓG” Ryszard Przydatek und Maschinenhersteller TRACTO-TECHNIK.
News-Übersicht

SIE HABEN FRAGEN?

WIR HELFEN IHNEN GERNE WEITER!

WIR SIND TELEFONISCH
MONTAG BIS FREITAG
VON 07:00 BIS 17.00 UHR
FÜR SIE ERREICHBAR!

RUFEN SIE UNS AN!

SCHREIBEN SIE UNS EINE
NACHRICHT UND WIR
MELDEN UNS BEI IHNEN!

SCHREIBEN SIE UNS!
Contact

Haben Sie Fragen zu unseren
Produkten und Leistungen?

Wir beraten Sie gerne:

+49 2723 808-0

E-MAIL SENDEN