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Grundodrill und Grundoburst ermöglichen gesteuerten Stahlrohrvortrieb

08.04.19 - Die Tiefbaufirma Aples s.a. aus der nordspanischen Stadt Burgos wurde 1984 mit dem Ziel gegründet, effektive und maßgeschneiderte Konzepte für den Leitungsbau anzubieten und auszuführen. Mit kontinuierlicher Innovation hat sich das familiengeführte Unternehmen seitdem im ganzen Land einen Namen als Spezialist für maßgeschneiderte Lösungen gemacht. Dazu zählen von Beginn an auch die grabenlosen Techniken und als Gründungsmitglied der spanischen Gesellschaft für grabenlose Technik IBSTT gehört Aples zu den Pionieren dieser Technik in Spanien.
Eine dieser maßgeschneiderten grabenlosen Lösungen, die nur mit dem entsprechenden Know-how zu realisieren sind, war die Verlegung eines Stahlrohrs Ø 800 mm durch nicht-bindigen Boden unterhalb des Grundwasserspiegels Zaragoza. Eine Aufgabe wie gemacht für den dynamischen Stahlrohrvortrieb mit GRUNDORAM – auf dem ersten Blick. Denn dieses vergleichsweise einfache, ungesteuerte Verfahren ist perfekt geeignet für den Einsatz in solchen Bedingungen. Das Bohrloch kann nicht zusammenfallen, es kann nicht zu Ausbläsern kommen, es besteht keine Gefahr das Grundwasser zu kontaminieren und der Unterbau von Straßen oder Gleisen, die über der Bohrtrasse verlaufen, wird nicht destabilisiert.

Die Schwierigkeit hier bestand jedoch darin, dass das Stahlrohr als Schutzrohr für eine Abwasserleitung dienen sollte und ein Gefälle von exakt 0,7% über die 70 m lange Trasse einzuhalten war. Weil der dynamische Stahlrohrvortrieb, anders als beispielsweise Bohrungen im HDD-Verfahren, nicht gesteuert werden kann, war genau diese präzise Lagegenauigkeit das Problem. Denn beim Rammen wird der Rohrstrang zwar genau auf das Ziel ausgerichtet und stetig vorwärts geschoben, doch bei längeren Vortreiben kann es durchaus zu geringen Abweichungen kommen. Diese spielen bei großen Rohrdurchmessern für gewöhnlich keine Rolle, doch hier musste eine Lösung gefunden werden, um die vorgegebene Neigung der Trasse genau einzuhalten.
 
Zur Lösung des Problems griffen die erfahrenen Ingenieure von Aples auf eine clevere Idee zurück, die sie Jahre zuvor hatten. Diese sah vor, die dynamische Schlagkraft der Ramme mit der Genauigkeit des HDD-Verfahrens und der statischen Zugkraft eines GRUNDOBURST zu kombinieren, um das Stahlrohr lagegenau zu verlegen. Genauer gesagt mit einem HDD-Gerät die Trasse vorzubohren, im Rückwärtsgang ein PE-Rohr als Führung für die Berstgestänge einzuziehen, diese später mit der Ramme zu verbinden und anschließend während des Vortriebs des Stahlrohrs zurückzuziehen.
 
Der gut sortierte Maschinenpark von Aples verfügte über das nötige Equipment. Neben dem GRUNDORAM Koloss wurde ein Grundodrill 18ACS und ein Grundoburst 800G eingesetzt. Eine wirklich clevere Kombination, denn das „All Condition“ HDD-Gerät arbeitet auch in schwierigen Böden zuverlässig. Das Berstgerät verfügt mit 800 kN über genug statische Zugkraft, um das vom Koloss dynamisch vorgetriebene Stahlrohr über die gesamte Länge lagegenau zu führen. Im Einzelnen lief die Maßnahme wie folgt ab:
 
1. Mit dem GRUNDODRILL 18ACS wurde eine Pilotbohrung entlang der vorgegebenen Trasse mit einer Neigung von 0,7% erstellt und beim rückwärtigen Aufweiten ein PE-Rohr Ø 110 mm als Führung für die Berstgestänge zu haben. Das war notwendig, weil sich in dem kies- und geröllhaltigen Boden kein stabiler Bohrkanal erstellen ließ, durch den man die Gestänge hätte schieben können, ohne dass sie steckenbleiben.
 
2. Danach wurde der GRUNDOBURST 800G in die Zielgrube eingebaut und die Berstgestänge bis in die Startgrube durchgeschoben. Währenddessen wurde der GRUNDORAM Koloss in die Startgrube eingebaut und die Stahlrohre heruntergelassen.
 
3. Nachdem der Gestängestrang in der Startgrube angekommen war, wurde er mittels eines speziell von der Firma Aples konstruierten Hammerkopfs mit dem Stahlrohr verbunden. Diese spezielle Konstruktion, die an der Vorderseite des Stahlrohrs befestigt wurde, machte die Kombination der Verfahren überhaupt erst möglich, ohne die Berstgestänge zu beschädigen. Anschließend wurde das Stahlrohr durch gleichzeitigen Rammvortrieb und Zurückziehen der Gestänge lagegenau verlegt. Die nicht mehr benötigten PE-Rohre wurden mit den Gestängen zurückgezogen und in der Zielgrube geborgen. Kurz vor Ankunft des Stahlrohres in der Zielgrube wurde der GRUNDOBURST 800G ausgebaut, um Platz für das Stahlrohr bzw. die Entleerung zu schaffen.
 
Auf diese Weise konnte das Stahlrohr für die Abwasserleitung erfolgreich mit der geforderten Neigung von 0,7% über die gesamte Strecke von 70 m zielgenau verlegt werden. Carlos Gomez, Geschäftsführer der Firma Aples war sichtlich erfreut über den Erfolg der Maßnahme und sagte: „Über die Kombination von Zug- und Vortriebsleistung müssen wir noch viel lernen, aber eines ist sicher: Die üblichen Längen, die mit einer definierten Ramme zu erreichen sind, können um den Faktor zwei erhöht werden. Wenn Sie also bei gegebenen Bodenverhältnissen mit einer Ramme eine Bohrlänge von 40 m erreichen, können Sie mit einem Zugsystem problemlos eine 80 m lange Bohrung mit einer Garantie auf Zielerreichung durchführen.“
 
Mit dieser maßgeschneiderten Lösung haben die Spezialisten von Aples nicht nur ihre technische Kompetenz und Innovationskraft unter Beweis gestellt, sondern auch die Vielseitigkeit und Flexibilität der grabenlosen Technik eindrucksvoll demonstriert.
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