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GRUNDOMAT und GRUNDOTUGGER im Brasilianischen Campinas

08.04.19 - Campinas ist eine Stadt im brasilianischen Bundesstaat São Paulo und liegt etwa 100 km nördlich der Stadt São Paulo. Auf einer Fläche von 796 km² leben rund 1,2 Millionen Menschen; das gesamte Ballungsgebiet der Stadt, die Metropolregion Campinas, umfasst 20 Gemeinden mit einer Gesamtbevölkerung von rund 3,7 Millionen. Die Stadt, die erst 1842 ihren heutigen Nmen erhielt, ist eine Gründung der Bandeirantes, Mitglieder portugiesischer Expeditionstrupps und Glücksritter, aus dem späten 18. Jahrhundert. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wächst Campinas stetig: angefangen mit dem wichtigen Export von Kaffee und dem Bau großer Eisenbahnlinien hat sich die Stadt mit zwischenzeitlich 17.000 Branchen zur zweitgrößten Stadt des Staates São Paulo entwickelt. Heute ist Campinas die zehntreichste Stadt Brasiliens und beherbergt zahlreiche attraktive Industriebetriebe und universitäre Forschungseinrichtungen.

Neustrukturierungen mit Rattenschwanz

Eine moderne Metropole wie Campinas verfügt selbstverständlich auch über eine moderne Wasserversorgung, und die liegt in den Händen des städtischen Unternehmens SANASA – Sociedade de Abastecimento de Água e Saneamento S/A. SANASA versorgt 99,8 % der Bevölkerung mit Trinkwasser und investiert regelmäßig in seine Aufbereitungsanlagen sowie in Betrieb, Instandhaltung und Neubau der Wasserversorgungsnetze.

So gab es eine Menge baulicher Veränderungen in Campinas Wasserversorgung, die die Stadtwerke in den letzten Jahren stemmten. Vielfältige übergeordnete Neustrukturierungen im Wassersektor, die z.B. aus einem erhöhten Wasserbedarf aufgrund steigender Einwohnerzahlen resultierten, zogen vielfältige Konsequenzen, wie z.B. eine notwendig gewordene Erhöhung des Wasserdrucks, für die nachgeordnete unterirdische Infrastruktur nach sich. Folge dieser Druckerhöhung: die vorhandenen alten Leitungen, Versorgungsleitungen und Hausanschlussleitungen, konnten dem – material- und/oder alterungsbedingt – nicht standhalten. Und genau das passierte auch im zentrumsnahen Campinas-Stadtteil Jardim dos Oliveiros, in dem dicht gedrängt Haus an Haus steht. Intelligente Lösungen, die kurzfristig realisiert werden konnten, waren hier gefragt.

Unterirdisch, was sonst

Um komplizierte, kostspielige und zeitaufwändige temporäre Bypassstrukturen zu vermeiden, beschlossen die Verantwortlichen von SANASA, Straße um Straße eine ganz neue Wasserversorgungsleitung parallel zur vorhandenen alten zu bauen und im gleichen Atemzug alle Hausanschlüsse durch neue Kunststoffrohre zu ersetzen. Mit einem parallelen Neubau der Leitungen implementierte man zum einen wieder eine neue lange Nutzungsdauer und zum anderen gewährleistete man mit der Beibehaltung der alten Leitung während der Bauphase eine ununterbrochene Wasserversorgung. In dem eng bebauten Wohngebiet Jardim dos Oliveiras bot sich hierfür natürlich die unterirdische Bauweise geradezu an: schnell, wirtschaftlich und mit minimierten Eingriffen in das Alltagsleben. Als Pionier der grabenlosen Technik in Brasilien hat SANASA mit eigenen TRACTO-TECHNIK-Maschinen bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Viele Kilometer alte AZ-Trinkwasserrohrleitungen wurden in den vergangenen rund 10 Jahren im Berstlingverfahren durch PE-Rohre erneuert.  

Eine geschickte Kombination

Die erste neu zu bauende Leitung in Jardim dos Oliveiras hatte – gemessen an der vorhandenen alten Leitung – eine Gesamtlänge von 730 m. Um auf dieser langen Strecke zügig, sicher und unkompliziert mit der Verlegung der Leitung voranzukommen und gleichzeitig die vielen Hausanschlüsse zu erneuern, entschied die SANAS-Baucrew, dies mit einer Kombination von Erdraketen und flexiblem Stahlseil zu bewerkstelligen, da im Abstand von durchschnittlich 10 m eine Grube zur Installation der Maschine für die Hausanschlüsse angelegt werden musste. Eine clevere Idee, die sich mit den Maschinen der TRACTO-TECHNIK super umsetzen ließ.

Mit vereinten Kräften

Rohrmaterial und Maschinen waren schnell festgelegt: PE-Rohre DA 63 mm für die Versorgungsleitung, einzubauen mit einer GRUNDOMAT 75PK in Kombination mit dem hydraulischen Seilzug GRUNDOTUGGER 250; PE-Rohre DA 20 mm für die Hausanschlüsse, zu erneuern mit einer GRUNDOMAT 45P. Spezialwerkzeuge wurden nicht gebraucht. Verlegung und Austausch sahen so aus: Mit der GRUNDOMAT 75PK (Länge 1243 mm, Schlagzahl 460 min-1)  wurde auf der Gesamtstrecke von 730 m und bei Einzelhaltungslängen von 50 m Pilotbohrungen mit einem Durchmesser von 75 mm durchgeführt, mit dem GRUNDOTUGGER 250 aufgeweitet und das PE-Rohr DA 63 mm gleichzeitig eingezogen. Von den jeweiligen Gruben aus wurden mit der GRUNDOMAT 45P (Länge 979 mm, Schlagzahl 580 min-1) die alten Hausanschlüsse durch PE-Rohre erneuert.
 
Hohe Zielgenauigkeit und hohe Laufstabilität zeichnen die Erdraketen der GRUNDOMAT-P- und PK-Reihe aus. Dafür stehen das bewährte Zwei-Takt-Verfahren und die robuste Technik. Im ersten Takt beaufschlagt der Kolben den Meißel, sodass der Meißelkopf das Bohrloch (Pilotbohrung) erzeugt, Hindernisse beseitigt, bzw. das umgebende Erdreich verdrängt und verdichtet. Im zweiten Takt bewegt sich der Bohrkopf frei im Bohrloch und der Kolben schlägt bis auf das Gehäuse durch. Die Schlagenergie wird auf das Gehäuse konzentriert, die gesamte Maschine rückt nach.
 
Der GRUNDOTUGGER 250 hatte die Aufgabe, die mit der Erdrakete erstellte Pilotbohrung aufzuweiten, zu glätten und die neuen Rohre einzuziehen. Aufgrund seines kompakten modularen Systems und der Rollenführung für die seitliche Ausrichtung ist er für diese Aufgaben bei beengten Platzverhältnissen, wie sie in Campinas vorherrschen, bestens geeignet. Für den Einzug der neuen PE-Rohre war von der maximal verfügbaren Gesamtleistung des 14 mm-Windenseils von 100 kN Zugkraft nur ein Bruchteil erforderlich.

Schnell, einfach, kostengünstig

Für eine Einzelhaltungslänge von 50 m brauchte die SANASA-Crew im Schnitt 20 Minuten. Für den gesamten Neubau der Leitung und die Erneuerung der Hausanschlüsse auf einer Strecke von 730 m,  inklusive der Wartezeiten, die bei der Dichtheitsprüfung und Desinfektion für die Inbetriebnahme anfielen, ca. 40 Arbeitstage. Damit ist das städtische Unternehmen höchst zufrieden, denn diese Arbeitstechnik ist für sie einfach und schnell, ohne besonders geschultes Personal, ohne Nachführsystem, ohne den  Einsatz von Bohrspülung und ohne viele Besonderheiten zu bewerkstelligen – und dabei vor allem sehr kostengünstig. Es ist jetzt geplant, sie in der ganzen Stadt, da, wo vergleichbare Rohrneuverlegungen mit gleichzeitiger Hausanschlusserneuerung anstehen, einzusetzen. 
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