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Bützberg - Wenn die Technik Zeit und Geld einspart

Die über 50-jährige Eternitleitung auf der Höhe der Girsberger AG musste raus – bis Donnerstag werden neue Rohre verlegt. Und zwar mit einem Verfahren, das man hier bisher noch kaum kannte.



Und rein damit: Das 60 Meter lange Rohr rutscht langsam in den Lehmboden. Vis-à-vis der Girsberger AG verschwindet mehr und mehr schwarzer Gummi in einem metertiefen Loch. Fünf Bauarbeiter, vermummt in dicken Jacken, verfolgen die Szenerie. Wind und Regen peitschen ihnen ins Gesicht. Der Ablauf scheint zu klappen, anerkennend nicken sich die Männer zu. An der Bern-Zürich-Strasse vor der Ortseinfahrt Bützberg muss eine Wasserleitung von 1954 ersetzt werden. 430 Meter in einer Woche. Bei einem Silobrand vor zehn Tagen barst beim Löschen das alte Eternitfaser-Zement auseinander. 3300 Liter Wasser pro Minute fluteten auf die Strasse.

Um der Sicherheit willen mussten neue und dickere Rohre her. Die Gemeinde reagierte: Sie genehmigte letzten Dienstag einen Kredit von 150 000 Franken und nahm eine Offerte der Gawatech AG an. Am Donnerstag starteten die ersten Arbeiten.

Die Erde wird nicht aufgerissen
Unweit von dort, wo das neue Rohr eingezogen wird, ist ein zweiter Graben ausgehoben. Eine Maschine rattert darin (Bild). Ein Arbeiter steigt die glitschige Leiter hinab, sagt: «Zum Glück regnet es nicht.» Der Sarkasmus in seiner Stimme ist unüberhörbar. Die Maschine – genannt GRUNDOCRACK – spuckt nach und nach zahnradähnliche Eisenstangen aus.

Vorbeifahrende Autos spritzen Wasser auf. Die Arbeiter müssen sich auf der Baustelle vorsehen, tragen Leuchtwesten. Ein Mann mit orangem Helm wettert: «Manchmal fahren die mit über 100 Sachen vorbei.» Aufpassen, obschon die Baustelle markiert sei, täten längst nicht alle.

Die Gawatech AG muss keinen 430 Meter langen Graben in die Erde reissen. Sie zieht durch die alte Wasserleitung Eisenstangen, die an einem Zugkopf der neuen Rohre befestigt werden. Dieser Zugkopf schneidet sich durch die alten Rohre und stösst sie zur Seite. Das Schutzrohr, 250 Milimeter Durchmesser, zieht er hinter sich her.

Die gewaltige Zugkraft von bis zu 80 Tonnen erledigt der «GRUNDOCRACK» mit seinen Zahnradeisen. Ist dieser Vorgang beendet, wird eine Wasserleitung durch das Schutzrohr gezogen. Et voilà, fast ohne Erde aufzureissen, liegt an alter Stelle eine neue Leitung.

Wasser via Hydranten geschleust
Zufrieden schaut Thomas Jau von der Strasse auf die Maschine herab. Er ist der Verkaufsleiter der Gawatechnik AG. Die grabenlosen Verlegetechnik spare Zeit und Geld, sagt er. Konkret würde Bützberg bloss zwei Drittel der üblichen Kosten bezahlen. «Und mit unserer Methode entstehen kaum Landschäden.»

Er drückt seinen Helm tiefer in die Stirn – der Regen hält weiter an. Nein, das Wetter hätte auf die Arbeit keinen Einfluss. Wenn der Boden morastig werde, würde sich der Prozess höchstens verlangsamen.

Beim Transformerhäuschen liegen zwei Elektroleitungen frei. Hier ist Vorsicht geboten: Wenn diese durch Druck beschädigt werden, fehlt der Girsberger AG der Strom. Das Wasser wird derweil durch einen Feuerwehrschlauch zwischen zwei Hydranten geschleust. Jau bückt sich und zeigt auf das zerborstene Eternit.

Die Bruchstücke liegen überall verstreut. Er sagt: «Wir brauchen immer eine solche Altleitung.» Sie ist quasi der Wegführer. Das gute daran: Nach dem Sanieren müssen keine neuen Pläne für die Wasserleitungen gezeichnet werden.

«Wir hatten grosses Glück»
Jau marschiert zum Dorfeingang. Auf halbem Weg kämpft sich Fred Röthlisberger, Brunnenmeister und Unternehmer, durch den Regen zu ihm. Er war es, der das Projekt im Gemeinderat vorangetrieben hat. «Wir hatten grosses Glück, dass es derart schnell zustande kam.» Die Gawatech AG, Fred Röthlisberger AG (Sanitär) und Koenig AG scheinen sich gut zu verstehen. Jau lobt: «Alles klappt hervorragend.»

Auf einer Nebenstrasse lagern zehn Meter lange Rohrbunde, derem Gummifasern erst noch zusammengeschweisst werden müssen. Sobald die Wasserrohre unter der Erde liegen, will Röthlisberger mit der Feinarbeit beginnen. Danach soll alles so aussehen, als wäre nie saniert worden.





Quelle: Limmattal Online
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